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	<title>Kommentare zu: 3.1 Wahrnehmung</title>
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	<description>Definition, Elemente und Klassifikation der Vergleichsmethode</description>
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		<title>Von: sebastianfrank</title>
		<link>http://vergleichsmethode.wordpress.com/2008/11/20/31-wahrnehmungsvermogen/#comment-10</link>
		<dc:creator>sebastianfrank</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Feb 2009 18:41:53 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Kathrin,

Vielen Dank für Ihren Kommentar. Sie haben mir u. a. folgenden Abschnitt (die Einleitung des Wikipedia-Artikels zum Stichwort „Wahrnehmung&quot;) geschickt:
Wahrnehmung bezeichnet im Allgemeinen den Vorgang der Sinneswahrnehmung von physikalischen Reizen aus der Außenwelt eines Lebewesens, also die bewusste und unbewusste Sammlung von Informationen eines Lebewesens über seine Sinne. 
Auch die so aufgenommenen und ausgewerteten Informationen werden Wahrnehmungen genannt. Diese werden laufend mit den als Teil der inneren Vorstellungswelt gespeicherten Konstrukten oder Schemata abgeglichen.
Ein kurzer Kommentar zu dieser Wikipedia-Definition der Wahrnehmung:
1.	Stimmt, das Wort „Wahrnehmung“ ist nicht eindeutig; man kann sowohl den Vorgang (den Wahrnehmungsprozess) als auch das Ergebnis (Wahrnehmung als Bewusstseinsinhalt im Unterschied z.B. zur Erinnerung, die ebenfalls ein Bewusstseinsinhalt ist) bezeichnen. 
2.	Zum Wort „Wahrnehmung“ als Bezeichnung des Wahrnehmungsprozesses: Es ist einseitig, nur den Vorgang der Sinneswahrnehmung von Objekten der Außenwelt als „Wahrnehmung“ zu bezeichnen. Wenn man von „Außenwelt“ spricht, dann doch deshalb, weil es auch eine Innenwelt gibt, also die Welt der Emotionen, Gedanken und Strebungen (der Gegenstand der allgemeinen Psychologie, insbesondere der Emotions-, Kognitions- und Motivationspsychologie). Und diese Innenwelt kann ebenfalls wahrgenommen werden, der Vorgang dieser Wahrnehmung wird „Selbstwahrnehmung“ genannt. Wäre diese Innenwelt nicht wahrnehmbar, so würde das bedeuten, dass man keine Emotionen, Gedanken oder Strebungen hat. In der Philosophie und auch in der älteren Psychologie ist die Differenzierung der Wahrnehmung in Sinnes- und Selbstwahrnehmung (bzw. Außen- und Innenwahrnehmung) noch geläufig, z.B. bei den Empiristen (John Locke oder David Hume u. a.), Husserl oder Wilhelm Wundt. In der modernen Psychologie werden diese - und andere Differenzierungen – immer seltener vermittelt und berücksichtigt. 
3.	Wahrnehmung als „bewusste und unbewusste Sammlung“ zu charakterisieren, ist falsch, denn es ist widersprüchlich zu sagen, dass die Sammlung sowohl bewusst als auch zugleich unbewusst sei. (Ist &lt;em&gt;unterbewusst &lt;/em&gt;gemeint?)
4.	Die Definition bedient sich im Übrigen einer Terminologie, die nicht frei von fragwürdigen Metaphern und Anspielungen ist: „Sammlung“ (Überreste der Homunkulus-Theorie?), „ausgewertete Informationen“, „gespeicherte Konstrukte“ (Computer-Metapher).  

Ich teile Ihre Meinung, dass verschiedene Menschen verschiedenen Wahrnehmungen haben können. 
Falls Sie weitere Fragen haben, schreiben Sie mir einfach.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Kathrin,</p>
<p>Vielen Dank für Ihren Kommentar. Sie haben mir u. a. folgenden Abschnitt (die Einleitung des Wikipedia-Artikels zum Stichwort „Wahrnehmung&#8220;) geschickt:<br />
Wahrnehmung bezeichnet im Allgemeinen den Vorgang der Sinneswahrnehmung von physikalischen Reizen aus der Außenwelt eines Lebewesens, also die bewusste und unbewusste Sammlung von Informationen eines Lebewesens über seine Sinne.<br />
Auch die so aufgenommenen und ausgewerteten Informationen werden Wahrnehmungen genannt. Diese werden laufend mit den als Teil der inneren Vorstellungswelt gespeicherten Konstrukten oder Schemata abgeglichen.<br />
Ein kurzer Kommentar zu dieser Wikipedia-Definition der Wahrnehmung:<br />
1.	Stimmt, das Wort „Wahrnehmung“ ist nicht eindeutig; man kann sowohl den Vorgang (den Wahrnehmungsprozess) als auch das Ergebnis (Wahrnehmung als Bewusstseinsinhalt im Unterschied z.B. zur Erinnerung, die ebenfalls ein Bewusstseinsinhalt ist) bezeichnen.<br />
2.	Zum Wort „Wahrnehmung“ als Bezeichnung des Wahrnehmungsprozesses: Es ist einseitig, nur den Vorgang der Sinneswahrnehmung von Objekten der Außenwelt als „Wahrnehmung“ zu bezeichnen. Wenn man von „Außenwelt“ spricht, dann doch deshalb, weil es auch eine Innenwelt gibt, also die Welt der Emotionen, Gedanken und Strebungen (der Gegenstand der allgemeinen Psychologie, insbesondere der Emotions-, Kognitions- und Motivationspsychologie). Und diese Innenwelt kann ebenfalls wahrgenommen werden, der Vorgang dieser Wahrnehmung wird „Selbstwahrnehmung“ genannt. Wäre diese Innenwelt nicht wahrnehmbar, so würde das bedeuten, dass man keine Emotionen, Gedanken oder Strebungen hat. In der Philosophie und auch in der älteren Psychologie ist die Differenzierung der Wahrnehmung in Sinnes- und Selbstwahrnehmung (bzw. Außen- und Innenwahrnehmung) noch geläufig, z.B. bei den Empiristen (John Locke oder David Hume u. a.), Husserl oder Wilhelm Wundt. In der modernen Psychologie werden diese &#8211; und andere Differenzierungen – immer seltener vermittelt und berücksichtigt.<br />
3.	Wahrnehmung als „bewusste und unbewusste Sammlung“ zu charakterisieren, ist falsch, denn es ist widersprüchlich zu sagen, dass die Sammlung sowohl bewusst als auch zugleich unbewusst sei. (Ist <em>unterbewusst </em>gemeint?)<br />
4.	Die Definition bedient sich im Übrigen einer Terminologie, die nicht frei von fragwürdigen Metaphern und Anspielungen ist: „Sammlung“ (Überreste der Homunkulus-Theorie?), „ausgewertete Informationen“, „gespeicherte Konstrukte“ (Computer-Metapher).  </p>
<p>Ich teile Ihre Meinung, dass verschiedene Menschen verschiedenen Wahrnehmungen haben können.<br />
Falls Sie weitere Fragen haben, schreiben Sie mir einfach.</p>
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